Im Herzen, Oma

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Draußen plätschert der Regen an mein Fenster, der Wind pfeift und das Donnergrollen ist weit hinter den Wolken, dort wo du bist. Es macht den Anschein, als würdet ihr dort oben ein Fest feiern und es ordentlich krachen lassen. Tut ihr das im Himmel? Feiert ihr Feste, wie wir hier auf Erden und zu Lebeszeiten? Schüttelt ihr in ein paar Monaten wie Frau Holle Kissen für uns aus damit es schneit? Wie geht es dir dort droben Oma? Bitte sage mir, dass es dir in Opas Armen gut geht.

Ich erinnere mich an den Tag, es war der 25. Dezember 2011. Wenn ich genauer darüber nachdenke, ist es schon wieder so lange her. Fast sieben Jahre. Wir kamen dich besuchen am ersten Weihnachtstag, aßen zusammen, lachten, doch dir war keineswegs zum Lachen zumute und dennoch schenktest du uns dein schönstes Lächeln, wenn auch gezwungen. Gerade freue ich mich darüber, dass ich noch ein Bild von dir machen konnte, denn du bist da wie Mama, sie sagt immer sie sei unfotogen. Doch keines Weges ist sie das. Du klagtest über starke Schmerzen und wir alle wussten, dass es mit Ablenkung und Schlaf nicht getan ist. Leider waren einige von ihnen auch sehr ungläubig, winkten ab und nahmen dich nicht ernst. Weißt du wie leid es mir tat? Ich konnte spüren wie es dir ging. Dir war nicht nach schlafen zumute, du warst unruhig, gingst von einem Raum in den anderen, hast Tränen vergossen. Ich habe dich getröstet, dich gefragt was du hast und du brauchtest nicht viele Worte. Immer wieder hieltest du dir den Bauch. Ich wischte jeder deiner Tränen von deinem warmen Gesicht und redete dir gut zu, sagte aber auch, dass es vielleicht besser wäre ins Krankenhaus zu fahren. Auch einige andere aus unserer Familie haben dich getröstet, doch es half nicht viel, denn die Schmerzen waren zu präsent. Was kann ein Hauch von Menschenswärme tausend Messern schon anhaben? Es war schon spät und ich musste nach Hause, denn mein Sohn war noch sehr klein und brauchte seinen Schlaf. Mama sagte mir, sie würde ein paar Kleidungsstücke für dich packen und den Krankenwagen anrufen, damit dieser dich so schnell wie möglich ins Krankenhaus fahren kann, an dem eigentlich so wunderbaren ersten Weihnachtstag. Glauben konnte sie es selbst aber nicht, dass sie dies tun müsse. Immerhin denkt man das an Weihnachten alles gut ist, doch es gibt auch andere Schicksale.

Eiseskälte an einem Winterabend und ich stapfte nach Hause, immerhin musste dein Enkelkind ins Bett, es wurde Zeit und es war schon spät. Es fühlte sich an als würden böse Menschen lauern, Wölfe heulen, doch ich konzentrierte mich auf den hellen Mond und dachte an dich. Keine Sekunde verging, an der ich nicht an dich dachte. Sorglos und frierend ging ich weiter, mit den Gedanken das für dich alles gut werden würde. Du hattest Verständnis, auch wenn du ihn nicht loslassen wolltest und weißt du, ich kann das jetzt so gut verstehen. Es wäre mir wahrscheinlich genauso ergangen. Er schenkte dir Kraft, Mut und immer wieder ein Lächeln, so schwer dir deine Schmerzen es auch an diesem Abend gemacht haben. Du hattest deinen Grund, den ich sehr gut verstand. Es tut mir leid, dass wir nicht mehr Zeit hatten und glaube mir, ich wünschte wir hätten heute noch diese Zeit und du würdest sehen wie groß er geworden ist, wie toll und wunderbar er ist.

Mama rief mich sehr spät in der Nacht aus dem Krankenhaus an, schüttete mir ihr Herz aus. Du hättest ihr gesagt, dass du nicht mehr nach Hause kommen würdest, kurz bevor der Krankenwagen dich abholte. Auch ein paar Tage zuvor sollst du gesagt haben, dass du bald sterben wirst. Sie sagte du klagst über starke Schmerzen und die Ärzte würden dich morgen operieren, denn sie sehen noch eine große Chance für dich. Es wäre die Chance für dich. Die Nacht über solltest du Schmerzmittel bekommen, doch darunter ging es dir nicht gut, was meine Verfassung auch nicht gerade besser machte, denn ich wusste nicht was ich denken sollte. Kaum warst du in deinem Bett, wolltest zur Ruhe kommen, musstest du wieder raus. Übergabst dich, wurdest immer schwächer. Glaube mir, jetzt wo ich diese Zeilen schreibe muss ich fast weinen. Nachts versuchte ich zu schlafen, in den Armen meines Mannes, doch ich fand einfach keine Ruhe und wir redeten die ganze Nacht – fast. Irgendwann fielen mir die Augen zu, ich konnte mich nicht wachhalten. Ich träumte von dir, von vergangenen Zeiten. Von den Zeiten mit Opa und dir im Garten, unseren Grillfesten, meinen Geburtstagen und dem ersten Geburtstag deines Enkelkindes. In meinem Kopf war der wunderschönste Traum, der leider nicht mehr der Realität entsprach. Es fühlte sich an als würden die Wände mich erdrücken. Hilferufe ins Universum schickend.

Mittlerweile schrieben wir den 29. Dezember. Wo sind die Tage geblieben? Die Operation wurde immer wieder verschoben, da noch einige Untersuchungen anstanden. Die Ärzte fanden immer etwas Anderes, doch heute war der Tag, an dem sie dich operieren wollten. Es bestehe eine Chance, doch die große Chance wich zu einer minimalen. Zudem gab es auch ein Risiko, dich in deinem Alter zu operieren, was ich verstehen kann aber ist das Leben nicht immer Risiko? Dein uns liebendes Herz würde es vielleicht nicht schaffen, doch du hast eingewilligt, immerhin wolltest du zu Opa, deinem geliebten Mann, der Zuhause auf dich wartete, traurig in seinem Sessel und jeden verdammten Tag nach dir fragte. Wie es wohl für ihn gewesen sein musste? Ich mag es mir nicht vorstellen und doch kann ich es gut nachempfinden.

Manchmal wusste ich gar nicht was ich ihm antworten sollte. Ich wäre beinahe in Tränen ausgebrochen. Sollte ich ihm sagen das alles wieder gut wird? Doch auch eine Lüge lässt das Herz doch früher oder später brechen. Es roch nach Omas Parfüm, Omas Kleidung, doch Oma war nicht da. Heute vermisse ich den Geruch aber nehme ihn ab und an immer wieder wahr. In diesen Momenten weiß ich, dass du bei mir bist.

Ein paar Tage waren für ihn Wochen und Stunden eine Ewigkeit. Kennst du das, wenn nur ein Bruchteil einer Sekunde zu einer Stunde wird? Ich kenne das. Immer wenn mein Mann für ein-zwei Stunden weg war, wurde die Sehnsucht groß, doch wie wird es nach 65 Jahren Ehe sein? Wahrscheinlich wie ein Krater, der Land zerstört, kostbares Land oder wie immer anhaltende Dunkelheit die nie mehr vergeht. Oma, du wolltest unbedingt nach Hause, denn Zuhause fühltest du dich wohl und so geht es mir auch. Ich bin da wie du, mein Zuhause ist mein Rückzugsort. Meine kleine Welt. Es war dein Schloss, dein Rückzugsort, dass was dir blieb. Du schenktest uns ein Lächeln und ließt dich in den Operationssaal führen. Ich wartete Zuhause, ganz gebangt, einige Stunden.

Ein Anruf.

Du hast die Operation gut überstanden und es ginge dir gut. Ich habe aufgeatmet. Ein Stein fiel mir vom Herzen. Bald könntest du wieder auf dein Zimmer und es sollte alles gut werden, immerhin ging es dir gut. Mama war voller Hoffnung und Freude am Telefon, mein Herz hüpfte. In ein paar Tagen wärst du wieder bei Opa, in unserer Nähe.

Ich plante schon eine kleine Überraschung.

Doch es sollte anders kommen.

Nur ein paar Stunden vorher. Mein Mann und ich planten die Silvestervorbreitungen. Wir hatten etwas Tolles vor und wollten auch dein Nachhausekommen feiern, auch wenn wir wussten, dass es erst nach Neujahr so sein wird und das neue Jahr anbrechen würde. Wir hörten Musik, freuten uns und ich erinnere mich noch genau, wie glücklich ich in diesem Moment war. Wir machten Bilder, spielten mit deinem Enkelkind und waren einfach nur glücklich. Ich weiß heute noch genau was wir vorbereitet haben und sehe mich auch noch in der Küche stehen in unserem alten Zuhause. Das Licht brannte und mein Blick ging zu deiner Überraschung, ein Käse-Weintrauben Igel. Vielleicht nichts großes aber dir hätte dieser bestimmt gefallen.

Doch dann kam der Moment, der die Welt erstarren ließ.

Die Nacht wurde dunkler, schwärzer, noch kälter als je zuvor und mir gingen tausend Fragen durch den Kopf und im nächsten Atemzug, war er auch so leer wie eine Schachtel  Zigaretten.

“Oma liegt im Sterben“, sagte meine Mama leise ins Telefon und doch dröhnte es durch meine Ohren hindurch in meinen Kopf.
Ein Stich ins Herz. Ein Stoß mit einem Pfahl in meinen Körper. Ich wollte den Atem anhalten, er stockte. Ein erschrockenes Lächeln, ein Seufzer, eine Träne in meinen Augen.

“Bitte was? Nicht dein Ernst?!”

Es war unglaubwürdig für mich. Oma dir ging es doch gut und jetzt solltest du den Weg in den Himmel bestreiten? Wieso? Warum jetzt und vor allem so schnell? Wir haben doch noch soviel vor Oma. Ich wollte dir meinen neuen – zu der Zeit – Freund vorstellen, denn ich habe ihm schon soviel von dir erzählt. Erinnerst du dich? Ich stand vor dir, habe dir davon erzählt und du hast diesen einen Satz gesagt, den ich noch im Kopf hatte:„Ich hoffe er ist nicht wieder so ein Idiot!“ Damals wusste ich darauf nichts zu antworten, habe verschmitzt schauend abgewunken und heute weiß ich, dass dein Satz ein wahrer Satz war über den ich heute lächele. Da ist er dieser Moment, dieser positive, der alles gleich ein bisschen heller macht.

“Doch Sandra.”
“Wie geht es ihr?”
“Ihr geht es soweit gut, sie schläft. Sie bekommt Medikamente. Kommst du vorbei?”

Ich schluckte. Ein Kloß in meinem Hals, nein, eher ein Brocken. Wie sollte ich das nun in diesem Moment tun? Ich hatte doch meinen Kleinen, auch wenn mein Mann da war. Ich wusste nicht was ich tun soll. Ich haderte mit mir. Auf einer Seite wollte ich bei dir sein und auf der anderen Seite hatte ich Angst vor dem, was auf mich zukommt. Wäre ich in den letzten Stunden bei dir? Wie lange würde ich bleiben? Ich dachte gar nicht darüber nach, ob ich es wirklich je verkraften würde. Im Hintergrund sagte mein Mann:“Komm‘ wir fahren hin!“ Ich wusste das er mir eine Stütze ist und willigte ein.

“Ich komme vorbei. Wir fahren los.”
“Okay, bis gleich. Aber du musst nicht, wenn du nicht kannst. Ich verstehe das.”
“Mama, es ist sehr schwer für mich. Aber ich bin für dich da. Wir fahren nun los!”

Raus in die kalte Nacht, ich fror. Ich verspürte plötzlich Stärke und Kraft, Mut und Sicherheit. Kam sie von dir in diesem Moment? Ich dachte das ich daran zerbreche und ich fragte mich, was mich erwarten wird. Im Auto stellte ich die Musik an, sang aber nicht mit, ich konnte nicht, verspürte das es falsch war und doch war es ein Lied zudem man hätte tanzen können. Desto näher wir dem Krankenhaus kamen, desto verbundener fühlte ich mich mit dir. Ich habe gespürt, dass du mich brauchst und Mama ebenso. Ganz gleich was ist, ich bin für euch da.

Ich stieg aus dem Auto, wühlte meine Hände in meine Jackentasche um sie zu wärmen und machte mich auf den Weg zu deinem Zimmer. Welche Nummer hatte es noch gleich? Ich vergaß sie fast. Mir wurde etwas bange, doch (d)eine Kraft trieb mich immer weiter nach vorne, unbeschreiblich. Plötzlich stand ich vor deinem Zimmer. Die Zahl steht noch groß vor meinen Augen wenn ich meine Augen schließe. Ich sehe diesen Moment. Diese Sekunde in der ich auf die Tür zuging. Ein Wunder das ich diese fand, so leer fühlte ich mich.

Ich stand da wie angewurzelt. Schaute mich um. Nach links, nach rechts. Es roch nach Krankenhaus, etwas was ich nicht mochte aber durch die Besuche die ich dir oft abstattete, hatte ich mich daran gewöhnt. Es war leer hier. Wahrscheinlich schliefen alle, träumten. Doch wovon? Der Flur leer. Wie in einem Film. Oder einem Familienroman mit tragischen Ausgängen. Hier aber gab es keinen Ausgang.

Ich klopfte an.

Ein leises ,,Ja” drang auf den Flur und ich trat ein.

Dich sah ich auf deinem Bett liegen, Mama sitzend vor dir, deine Hand streichelnd. Ich umarmte Mama und versuchte sie aufzubauen. Was sagt man aber in diesem Moment? Mama verabschiedete sich kurz von mir, denn sie brauchte eine Pause, was absolut verständlich war. Sie sah schlecht aus, müde. Fahl im Gesicht, Tränen in den Augen. Was für eine Selbstverständlichkeit oder? Wir vergießen sooft Tränen in unserem Leben und die meisten Momente sind es nicht wert.

 

Mir ging es gut. Ich hatte einfach diese Kraft in mir, diese Kraft das durchzustehen. Ich fragte mich in Gedanken wovon du wohl träumst. Du lagst wirklich friedlich da und ich wünschte, dass du noch einmal aufgewacht wärst, doch dein Körper war zu schwach, die Schmerzen zu stark, um dies noch ein einziges Mal zuzulassen. Wie gerne hätte ich dir dein Enkelkind gezeigt, wie gerne hätte ich euch zusammen Quatsch machen und lachen sehen. Das dies nun nicht mehr geschehen würde, war mir in dem Moment auch nicht bewusst. Ich war einfach da. Nur da.

Ich verstand. Oma, ich habe dich immer verstanden.

Ich traute mich deine Hand zu streicheln, die noch warm war. Mama erklärte mir in ihrem Zustand, dass du schon Wasser eingelagert hast, dies aber absolut normal sei und ich nicht erschrecken soll, was ich nicht tat. In Gedanken sagte ich dir einige persönliche Worte und ich sagte dir auch, dir und deinem Herzen, dass wenn du nun gehen möchtest gehen darfst, wir werden dich in den Himmel begleiten. Ja, Oma, ich nehme dich an die Hand, in Gedanken und führe dich an diesen Ort, sodass du keine Angst haben musst. Hörst du Oma, du bist nicht allein und ich danke dir für alles, was du in deinem ganzen Leben für mich und all die anderen getan hast, auch wenn es nicht immer einfache Zeiten waren, ich weiß.

Ich beugte mich vorsichtig über dich. Gab dir einen sanften und ängstlichen Kuss auf die Stirn. Ein Seufzen. Von dir. Ich schaute dich erheiternd an, lächelte dich an und wusste, dass du mir für die Worte und den Kuss dankst, darauf gewartet hast. Auf mich gewartet hast. Mama stand neben mir und plötzlich nach deinem Seufzen blieb dein Herz stehen.

Einfach so.

Dein Herz, dass all deine Kinder liebte, dass all diese wunderbaren Momente erlebte, all diese schicksalhaften Momente. All die traurigen Momente flogen mit dir durch das offene Fenster, all die freudestrahlenden Momente flogen mit. Es schien so als könnte ich sie fliegen sehen. Um dich herum, vor meinen Augen in meinen Kopf sich festsetzend. Deine Seele flog mit, war endlich befreit von all den Schmerzen die du erleiden musstest. Ich fühlte mich nicht traurig, nein. Du gabst mir ein Gefühl, dass ich nicht traurig sein muss, dass ich stark bin und weiterhin fröhlich sein darf. Ich wollte mich gar nicht fröhlich fühlen, doch du hast mir dieses Gefühl überbracht und es ist für mich heute noch ein Wunder. Du gabst mir die Kraft vor dein Sterbebett zu schreiten und dich verabschieden zu können. Jetzt weiß ich, dass du es warst. Es war eine unbeschreibliche und ungebändigte Kraft, Oma. Ich kann es bis heute nicht beschreiben. Ich weiß aber das du das weißt, auch in diesem Moment.

Nachdem eine Pastorin da war, ein Gebet sprach, Kerzen anzündete und dir etwas vorsang, verabschiedeten wir uns noch von dir, ließen das Fenster auf, die Kerzen brennen und gingen nach draußen in den Flur. Führten unseren Lebensweg fort, bis heute. Mama ging zu den Krankenschwestern, ich wieder zu meinem Sohn und meinem Mann. Mein Mann schaute mich traurig an und ich zwinkerte nur, mit einem kleinen Lippen aneinander pressen. Ich sagte ihm nicht das du tot seist, ich sagte ihm, dass du nun zum Himmel gefahren bist, ohne Angst, voller Freude deine Schmerzen nicht mehr spüren zu müssen. Ein Funken der Traurigkeit war da aber ich blieb stark.

Jetzt, wo es einige Zeit her ist, kann ich dich immer noch spüren. Ich kann für dich singen und du umstreichst mich einem kalten Hauch so, als würdest du mich umarmen, dich bedanken das ich an diesem Tag bei dir war, dich an dem Tage deiner Schmerzen wahr und ernst genommen habe. Doch Oma ich habe zu danken. Ich habe zu danken, für die ganzen Jahre die wir miteinander hatten, die wir durch den Garten tobten, durch Regenpfützen stapften, lachten. Die Erinnerung an meine stolze Oma während meiner Einschulung. Ich erinnere mich an alles ganz genau Oma und heute weiß ich, du bist neben Mama die wunderbarste und stärkste Frau gewesen. Du warst ein Mensch wie du und ich. Ich bin stolz dich kennengelernt zu haben und stolz darauf, dich meine Oma genannt haben zu dürfen, egal wo du dich nun aufhältst. Ich blicke immer hoch zu dir und sage dir etwas. Kannst du es hören?

Und an manchen Tagen, sei es dein Geburtstag oder Weihnachten – wenn ich dich fühlen kann, trage ich deinen Lieblingsring und ich danke dir dafür, ihn bekommen zu haben. Es ehrt mich nichts mehr, als dieser Ring. Er ist nebst meinem Hochzeitsring, der Ring, der mich glücklich macht und vor allem macht er eines: Er verbindet uns. Für den Moment. Für diese Sekunde. Ein Leben lang.

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12 Comments

  • Reply
    David Zivku
    10. Juli 2018 at 18:51

    Das berührt mich so sehr. Ich sitz hier und fühle es. Den Schmerz, den Verlust, das vermissen. Was ich alles dazu sagen könnte, möchte ich erstmal gut überlegen… Du bist wundervoll so wie sie es war. So, wie sie stolz auf Dich war und vom Himmel aus voller Stolz und Liebe auf Dich schaut. Was Du geschafft hast und jeden Tag leistest…

    • Reply
      Sandra
      10. Juli 2018 at 18:54

      Lieber David,
      danke für deine lieben Worte zu diesem sehr persönlichen Seelenstriptease. Ich gab mein Bestes an diesem Tag, in dieser Nacht und denke das meine Oma aber auch meine Mama sehr stolz auf mich sind. Danke für deine wunderbaren, ehrlichen und bewegenden Worte.

      Liebste Grüße,
      Sandra.

  • Reply
    L♥ebe was ist
    11. Juli 2018 at 9:09

    meine liebe Sandra, das ist wirklich ein sehr eindrücklicher Gedankenbericht und ich kann mir nur ansatzweise vorstellen, wie sich das wirklich für dich anfühlt … selber habe ich nie wirklich eine Oma gehabt, mit der ich so viel verbinden konnte. aber es ist generell immer schlimm für einen persönlich, wenn ein geliebter Mensch geht – und das habe ich leider auch schon erfahren müssen 🙁

    wünsche dir alles Liebe,
    ❤ Tina von liebewasist.com
    Liebe was ist auf Instagram

    • Reply
      Sandra
      12. Juli 2018 at 11:29

      Liebe Tina,
      ich danke dir für deine lieben Worte. Es ist zwar schon lange her aber es fühlt sich manchmal an, als wäre es erst gestern gewesen.

      Liebste Grüße,
      Sandra.

  • Reply
    Jacqueline
    11. Juli 2018 at 14:19

    Liebe Sandra

    Ich habe Deine Geschichte gelesen und weiss gar nicht was schreiben…

    Das hast Du soooooooo schön geschrieben! Ich hatte leider nie so eine Oma, aber jeder der solche Momente mit liebevollen Menschen haben kann, wird bereichert!

    Ich weiss genau, wie es ist, wenn man jemanden verliert, den man so sehr liebt, ich musste das auch erleben!

    Danke Dir für Deinen Text, wirklich sehr sehr schön!

    Bei mir ist es so… immer wenn ich einen Sommervogel sehe, die Person die ich sehr früh verlor, liebte Sommervögel, sage ich meinen Mitmenschen, dass die Person in meiner Nähe ist und mich besucht!

    Bei Dir ist es sicher auch so!!

    Hab einen schönen Tag!

    xoxo
    Jacqueline

    • Reply
      Sandra
      12. Juli 2018 at 11:31

      Liebe Jacqueline,
      ich danke dir vom Herzen für deine wunderbaren Worte zu meiner Geschichte. Solche Menschen bereichern einen und solche Menschen sollte es viel öfters geben. Diesen Artikel musste ich einfach schreiben und veröffentlichen. Es ist für mich auch eine Art Verarbeitung des Ganzen.

      Das mit dem Sommervogel klingt total toll. Ich habe immer das Gefühl, dass wenn die Sonne richtig scheint und ein bisschen glitzert, dass ich sie dann bei mir habe.

      Liebste Grüße,
      Sandra.

  • Reply
    Verena
    11. Juli 2018 at 18:57

    Eine bewegende Geschichte.
    Die Menschen die wir lieben leben in uns weiter, daran glaube ich fest! Manchmal müssen wir weinen, doch mit den Jahren überwiegt die Freude den Weg gemeinsam gegangen zu sein.
    Ich drück dich!

    • Reply
      Sandra
      12. Juli 2018 at 11:31

      Liebe Verena,
      daran glaube ich, genauso wie du.

      Liebste Grüße,
      Sandra.

  • Reply
    Steffi
    11. Juli 2018 at 19:36

    Hi,

    das war wirklich sehr berührend zu lesen. Ich kann mir nicht komplett vorstellen wie es sich anfühlt, aber ich kann es nur erahnen. Als ich meinen Opa verlor, da hatte ich es gespürt, weil seit 10 Jahren keinen vollständigen Satz mehr sagen konnte, aber kurz vor seinem Tod meinte „Ich habe Angst“… das werde ich nie vergessen…

    Wünsche dir weiterhin, dass deine Erinnerung für immer bleibt und sie im Herzen ewig lebt.

    Lg
    Steffi

  • Reply
    Tanja L.
    13. Juli 2018 at 12:42

    Meien Großeltern sind beie Mitte 80. Ich habe Angst vor dem Tag, an dem der Anruf kommt, dass einer nicht mehr ist. Auch wenn es schon lange her ist, spürt man so sehr deinen Schmerz.

    • Reply
      Sandra
      18. Juli 2018 at 15:34

      Liebe Tanja,
      dass ist ein tolles Alter. Meine Oma war damals 83 Jahre alt, heute wäre sie 90 Jahre. Hätte mich sehr gefreut, hätte sie das Jetzt erlebt. Mein Opa war 94 Jahre, ein sehr stolzes Alter und wäre heute 101 Jahr alt. Das hätte er mit Sicherheit geschafft. Der hatte zwar seine Wehwehchen aber ansonsten fehlte ihm nichts. Schade aber auch verständlich, dass er ohne meine Oma nicht mehr wollte.

      Liebste Grüße,
      Sandra.

  • Reply
    Mo
    19. Juli 2018 at 21:55

    Oh, meine liebe Sandra.

    Ich sitze hier und weine über deine Zeilen. Das ist wirklich super berührend und ich bewundere dich für deine Stärke. Dafür, dass du zu deiner Oma gefahren bist und bei ihr warst. Für sie da warst. Ich hatte nie die Chance meiner Oma beizustehen, aber sie hat mich „besucht“ in der Nacht, als sie plötzlich starb. Sie fehlt mir jeden Tag. Aber genau wie mein Opa, sind sie dennoch immer noch bei mir.
    Ich denke, dass die Menschen zu den wir eine besondere Verbindung haben uns nie wirklich verlassen.

    Liebe Grüße und vielen Dank für deine bewegenden Worte,
    Mo

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